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Canadian Life Style Tour

Prologue

Daily Blog -         starts at 5 May

Week 1

Day 1 - leaving germany
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Endlich geht´s los in Richtung Kanada!

Acht Monate sind seit den ersten Gedanken über eine mögliche Videotour durch Kanada vergangen. Acht Monate voll mit Konzepten, Emails, Gesprächen, Ideen, Verwerfungen, Kaffee, neuen Ideen, Partnerakquise, Nikotin, Meetings, Sponsorensuche und viel Elan. Jetzt wird es Zeit, dass die Tour endlich los geht.

Und sie beginnt in Köln.

07.49, Köln Hauptbahnhof: Die gestrige Nacht war ein kurzes Desaster. Kurz, weil wir nur fünf Stunden geschlafen haben, und Desaster, weil wir kaum ein Auge zubekommen haben - ja, das Reisefieber hat uns gepackt. Nachdem wir uns gestern mit einer großen Frühstücksrunde in strahlender Maisonne von unseren Freunden verabschiedet haben, mussten Koffer gepackt werden. Und zwar insgesamt sieben Stück. Ja, richtig gelesen: SIEBEN. Gesamtvolumen unseres Gepäcks inklusive Equipment: 98kg.

Die Fahrt geht nach Frankfurt, wo wir um Punkt 10 Uhr in Richtung Ottawa abheben. Vorher sind die üblichen Sicherheitschecks notwendig. Einchecken - Röntgen - Bodycheck.

Die Damen und Herren von Air Canada sind sehr freundlich und beantworten all unsere aufgeregten Fragen äußerst professionell und hilfsbereit. "Klappt das denn auch mit dem Übergepäck?" - Selbstverständlich; "Dürfen wir denn jeder zwei anstatt ein Handgepäckstück mit an Bord nehmen?" -  Aber sicher doch usw.

Wir fliegen mit einer Boeing 777, von der ich gar nicht wusste, dass es sie überhaupt gibt. Ich glaube, das größte Flugzeug, in das ich je gestiegen bin, war eine 747. Wie dem auch sei, es passen zieeeemlich viele Leute rein, in unseren "Tourbus". Vorbei an der ersten Klasse, die den Komfort von LiegenFliegen genießen dürften, rein in die Economy. Von der ich dann doch recht erstaunt bin, denn wir haben Platz, und zwar ordentlich. Doch nicht nur die Beinfreiheit erfreut uns, auch das Unterhaltungsprogramm an Bord lässt keine Wünsche offen. Und damit meine ich jetzt nicht das drei Reihen hinter uns zusammengekauerte, hochmotivierte Schreibaby (wie kann man nur VIER Stunden an einem Stück schreien?). Nein, ich meine den Player im Kopfteil meines Vordermannes, auf den ich die nächsten siebeneinhalb Stunden unentwegt glotzen werde.

Es gibt nicht nur eine Riesenauswahl an Movies (sogar Genre-unterteilt), sondern auch News-Kanäle, Musik-Alben, Spiele undundund.

Einen "Cloverfield", "I am Legend" und "There will be blood" später landen wir auch schon in Ottawa. Hier drehen wir die Uhren zunächst sechs Stunden zurück. Witzig, um 10 fliegen wir los und um halb zwei sind wir schon da :-). Naja, fast jedenfalls, denn wir müssen erst noch durch den Zoll mit unserer Entourage. Nachdem die Damen und Herren weder Waffen in unseren Klamotten erfühlt noch Drogen per Tuch-abwisch-Test nachweisen konnten, schicken sie uns der Sicherheit halber doch noch den Drogen-Beagle auf den Hals. Beagle? Tatsächlich, der süsse Knuddelohrenhund ist fleissig dabei, mein Beautycase vollzusabbern. Lächeln, Ioanna!

Schnell noch einen Stempel des Immigration-Service in den Reisepass gedrückt und zum dritten Mal die selben Fragen beantwortet - da können wir auch schon das Flughafengebäude verlassen. Wir atmen das erste Mal kanadische Luft. Wow... hmm, Flughäfen riechen wohl dann doch überall gleich, oder?

Ein ungepflegter und runter gerockter, übel riechender und noch übel launiger Taxifahrer bringt uns zu unserer ersten Reisestation, dem Hotel Indigo mitten in Ottawa. Am wunderschönen Rideau-Kanal vorbei fahren wir über den Highway in die Stadt. Typische grüne Autobahnschilder, wie man sie aus MTV-Clips kennt, streifen an uns vorbei. Und die ersten echten Kanadier überholen uns in ihren überdimensionieren Autos. Wir sind beeindruckt :-)

Noch viel mehr allerdings beeindruckt uns unser Hotelzimmer. Hammer! Wunderschön, echt schick und die Betten... ja, die Betten sind ein Traum! Wie Internetverbindung zwar nicht so, aber das ist auch schon alles, was es zu meckern gibt. Wahnsinn, wie superfreundlich die Leute hier sind. Da fühlt man sich als akurater Deutschländer schon manchmal etwas beschämt.

So viele Eindrücke sind wohl doch etwas zu viel für einen Tag. Viel zu früh fallen wir in komatösen Schlaf - immerhin ist es dann Zuhause schon nach zwei Uhr früh. Und wer das Posting aufmerksam durchgelesen hat, weiss jetzt, wie spät es ist... gut´s Nächtle, morgen geht das Abenteuer weiter.

Pic of the Day
All videos of the day
Day 2 - Ottawa
Day 3 - ByWard Market and National Gallery
Day 4 - Demo-Day
Day 5 - on our way to Kingston
Day 6 - in Kiiiiiingston Town...
Day 7 - all the way down

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