Fahrn, fahrn, fahrn auf der Autobahn -
viel ist heute nicht passiert. Denn der heutige Tag war reserviert für eine ziemlich langgezogene Fahrt von vor Kingston (1000 Islands), vorbei an Oshawa, Toronto und Hamilton bis hinunter nach Niagara-on-the-Lake. Insgesamt ca. 450 km lang, jedoch mit einem tonnenschweren acht Meter langen Wohnmobil, dass maximal 80 km/h fährt samt Stauungen in den Ballungszentren nicht unter 7 Stunden zu machen.
Ganz schön lang und laut, diese Autofahrt. Zeit genug, sich über ein Paar kanadische Eigenheiten Gedanken zu machen. So sind uns in den vergangenen sechs Tagen folgende Eigenheiten und Skurilitäten aufgefallen:
- der gemeine Kanadier ist oftmals nicht nur stolzer Besitzer eines überdimensionierten Wohnmobils, -wagens oder -hängers; manchmal zieht er damit sogar seinen eigenen PKW hinter sich her. So gesehen heute auf der Autobahn: An uns vorbei fuhr ein Wohnwagen, der einen PKW (wohlgemerkt leer) zog. Achsooo ... :-)
- die einzige Autobahn-Tanke im Umkreis von 77 km verfügt zwar über alle möglichen Sorten von Benzin; die Dieselpumpe jedoch ist seit 3 Wochen außer Betrieb. Na supi, und nun? Und wieso ist eigentlich Diesel knappe 10 Cent teurer als normales "gas"?
- überall wo man hin sieht: Löwenzahn. Wiesen und Grünflächen sind pbersäht mit diesen gelben Punkten, die wunderbar in der Sonne leuchten. Erinnert uns an "früher", als man noch viel Zeit im Freien verbrachte.
- wir werden ständig von Riesentrucks links überholt
- da viele Häuser nicht unterkellert sind, gibt es "self storage"-Angebote an jeder Ecke
Die Kanadier scheinen unserer Auffassung nach über vier Lieblings-Hobbies zu verfügen. Als da wären:
1. Rasen mähen, und zwar am liebsten sitzend auf diesen Traktor artigen Vehikeln
2. Rad fahren wie die Profis (auch Outfit mäßig)
3. Joggen wie verrückt
4. Campen und Grillen
5. immer freundlich sein
Also bei so viel Engagement bleibt uns nur zu schweigen ... und zu genießen.
Gut´s Nächtle euch, morgen geht das Abenteuer weiter.

