Pfingstmontag an den Niagara-Fälle
Der Tag beginnt strahlend und frisch. Zum Glück hat sich der Regen verzogen, der uns gestern noch die zweite Hälfte der Fahrt erschwerte. Gleich nach dem Frühstück wollen wir uns den idyllischen Ort Niagara-on-the-Lake einmal genauer ansehen und spazieren die Hauptpromenade hinunter, vorbei an süssen kleinen Geschäften, Restaurants und einem kleinen Park.
Beim ortsansässigen Bäcker gibt es zwar lecker Kuchen, doch leider nur flavoured coffee. Also ich vertrage Vanilla Kaffee weder auf nüchternen noch auf vollen Magen. Also lassen wir den Plan gut sein und gehen zurück in unser Hotel
Von außen sieht es etwas untersetzt aus und erinnert an Kolonialstil. Doch innen kann es großzügiger kaum sein. Stilvoll eingerichtete Lobby und Lounge-Area mit Kamin und DVD-Bibliothek laden zum Verweilen ein. Ein richtiges Flitterwochen-Hotel ist das hier. Doch weder sind wir zum flittern hier, noch haben wir zu viel Zeit. Denn wir wollen zu den Wasserfällen nach
Die Fahrt am zauberhaften Niagara-River entlang entpuppt sich als Märchenroute, vorbei an vielen blühenden Vorgärten, bunten Häusern mit großen Verandas und den typischen Briefkästen am Straßenrand. Rechts ins Landesinnere hinein erstrecken sich Weinberge (ohne Berge zu sein, sondern eher Felder - heißen die dann Wein-Felder???). Chef Marküüse (uns Markus) empfiehlt übrigens den Cabernet Franc der Winzerei Vineland, auch zu finden im
Als wir nach einer guten halben Stunde Wohnmobil-Fahrt endlich ankommen an den Wasserfällen, herrscht wie erwartet Hochbetrieb. Was wir allerdings nicht erwartet haben, sind die seltsam anmutenden Bauten der Kanadier face-to-face zu diesem Ort des Naturschauspiels. Hochhäuser, die wirken, als seien sie geradewegs dem aktuellen Film "I am Legend" entsprungen, wie teilweise zu sehen auf der offiziellen Webseite:
Wir lassen uns eine halbe Stunden voll-dunsten vom Sprühnebel, den die Wassermassen erzeugen, wenn sie das Massiv herunter krachen und beschließen dann, was Essen und Trinken zu gehen.
Mieser Burger, mieser Kaffee - Tourinepp. Ok, let´s go home...
Auf dem Heimweg fahren wir an der nächsten Tanke vorbei, die uns geradewegs in die Arme von Earl, dem Tankwart, treibt. Den verhaften wir dann auch gleich auf ein kurzes Statement. Er soll eigentlich nur sagen: "Hello, I´m Earl and you´re watching ROADSPOTTER.com"... Doch den zweiten Teil hat er kurz nach unserer Ansage schon wieder vergessen. So dauert die Prozedur 100 kanadische Dollar lang, nämlich bis der Zähler der Zapfsäule exakt EINHUNDERT Dollar erreicht hat (, was circa nach einem viertel Tankfüllung passiert).
Anyways, das Ergebnis seiner Anmod könnt ihr euch im Vorspann unseres heutigen Clips anschauen.
Wir fahren weiter in Richtung Niagara-on-the-Lake (gemeint ist natürlich er Lake Ontario), als wir völlig unvermittelt ein Vehikel passieren, dass wir so noch niemals zuvor gesehen haben. Es hinterlässt beim Vorbei Fahren einen so großen Eindruck, dass wir extra umkehren, um es genauer unter die Lupe zu nehmen. ta-ta-ra-taaaaaaaaaa, wir präsentieren euch
eine Kreuzung aus Van + Wohnwagen + Boot. Jawohl, schaut selbst in der Bildergalerie ganz am Ende. Des Wahnsinns fette Beute! Uns witzig auch, dass Larry Hagman als Testimonial dort angegeben ist.
Wir bleiben also mit offenen Mündern vor diesem DING stehen, als der Erbauer hächstselbst, Mister Tom Dixon (nein! nicht er berühmte Designer - noch nicht), aus dem Hinterhof hervor tritt und uns sehr freundlich begrüßt.
Er sei es schon gewohnt, ständig aufzufallen, gegrüßt, fotografiert und bestaunt zu werden mit diesem Riesen-Hybrid-Monster. Wir fragen freundlich nach, ob er nicht Lust habe, uns ein Paar Fragen in die Kamera hinein zu beantworten, und er sagt prompt zu.
Wunderbar, ein Tag voller Absurditäten und großartiger Zufälle. Und mit einem local beer beschließen wir ihn zu beenden:
// Gold Niagara honey brown //
Gut´s Nächtle euch, morgen geht das Abenteuer dann in Toronto weiter.

